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Werner Schwab aus Bad Schönborn erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande


Werner Schwab ist Profi was den Umgang mit Geld angeht. Jahrzehntelang war der heute 75-jährige gebürtige Wertheimer im Bankgeschäft tätig, auch in führender Position. Als er sich 2004 aus dem aktiven Berufsleben in den Vorruhestand zurückzog und sich mit seiner Frau in Bad Schönborn niederließ, beschäftigte er sich näher mit einem Vorschlag seiner Tochter: Die Sozialpädagogin beim Mannheimer Caritasverband hatte angeregt, er solle doch sein Wissen und seine Kompetenz bei der dortigen Schuldnerberatung einbringen.

15 Jahre unentgeltlicher Einsatz, an zwei ganzen Tagen in der Woche vor Ort sind daraus geworden. „Unkompliziert und nachhaltig“ habe er überschuldete Menschen begleitet, sagte Ute Leidig, Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration. Sie war nach Bad Schönborn gekommen, um Werner Schwab im Sitzungssaal des Mingolsheimer Rathauses das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie die zugehörige, von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Urkunde zu überreichen. „Unschätzbar wertvoll“ sei seine Unterstützung gewesen, bei der er „nicht nur auf die Finanzen, sondern auf die gesamte Lebenssituation“ der Ratsuchenden geschaut habe. Seine Erfahrung und sein Können habe er darüber hinaus auch 2013 beim Caritasverband Bruchsal eingebracht. „Sein ehrenamtliches Engagement ist beispielhaft und verdient höchste Anerkennung und Respekt“, schloss die Landtagsabgeordnete.

Älterer Mann erhält von einer Dame das Bundesverdienstkreuz am Bande, sowie die zugehörige, von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Urkunde

Werner Schwab erhalte diese doch eher seltene und besondere Auszeichnung mit Recht, führte Bürgermeister Klaus Detlev Huge an und erinnerte daran, dass Werner Schwab sich auch im Familienzentrum Bad Schönborn engagiert habe. „Sachverstand und Empathie haben ihn ausgezeichnet“. Er habe „gewusst, wie der Hase bei Banken und Versicherungen läuft“, hatte zuvor die frühere Abteilungsleiterin beim Mannheimer Caritasverband Sigrid Kemptner in ihrer Laudatio hervorgehoben. Um der „mangelnden Finanzkompetenz“ bei jungen Menschen entgegenzuwirken, habe er auch in Schulen entsprechende Kenntnis vermittelt. Es sei für ihn beglückend gewesen, wenn er die Verzweiflung seiner Klienten in Erleichterung umwandeln konnte, sie mit den Worten: „Oh, jetzt geht’s mit aber viel besser“ sein Büro verließen, berichtete Werner Schwab im Gespräch mit den BNN. Es gebe immer Möglichkeiten, „wenn man sich auskennt“, die Sprache der Banken und Versicherungen spreche. Dann könne man „von der anderen Seite des Schreibtisches aus helfen“.

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Redakteur / Urheber
Mit freundlicher Genehmigung
Petra Steinmann-Plücker (psp)