Neues vom Gesundheitsstandort

Ohne Erinnerung keine Zukunft

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Den Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus beging die Gemeinde am 27. Januar 2021 - wenn auch in aller Stille.

Bürgermeister Klaus Detlev Huge würdigte die Opfer mit einer bepflanzten Schale an der Marum-Säule in Kislau und einem Kranz am jüdischen Friedhof. "Es sind kleine Zeichen zur Mahnung gegen ein großes Verbrechen", so Bürgermeister Huge, der auf die aktuelle Gefahr des Rechtsextremismus und der Ausgrenzung in Deutschland hinwies.

Gedenken NS Opfer BM Huge

Der Rechtsanwalt und SPD-Politiker Ludwig Marum wurde am 29. März 1934 von den NS-Schergen im damaligen KZ-Kislau ermordet.  Das ihm und anderen Opfern gewidmete Denkmal - eine schlichte Säule vor der heutigen JVA Kislau - wurde von der JVA würdevoll angelegt. Bei leichtem Schneefall stellte Bürgermeister Huge hier eine schlichte Blumenschale ab. Rosen standen bereit, für Menschen, die ebenfalls der Opfer gedenken wollten, aber keine Möglichkeit hatten, sich Blumen zum Niederlegen zu besorgen. Dies war auch der Fall an der ehemaligen Synagoge in der Friedrichstraße.

Auch am jüdischen Friedhof im Ortsteil Mingolsheim brachte der Bürgermeister einen Kranz mit Schleifen an. Auch dort war zu lesen: Ohne Erinnerung keine Zukunft. Der Friedhof musste, wie schon die Synagoge, von der hiesigen jüdischen Gemeinde zum zweiten Weltkrieg aufgegeben werden. An ihn erinnert ein Text von Hans-Georg Schmitz.

Bürgermeister Klaus Detlev Huge gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Kranz am jüdischen Friedhof.

Bürgermeister Huge dankte allen, die der Opfer der NS-Diktatur ein ehrendes Gedenken erbieten. Besonderer Dank erging an die Blumenstifter, Herrn Schmitz für den Text und an die JVA Kislau für die würdige Gestaltung des Platzes an der Gedenksäule.
^
Redakteur / Urheber