Was erledige ich wo?

Altersrente

Sie haben das Regel-Rentenalter erreicht und möchten sich Ihre Rente ohne Abschläge auszahlen lassen? Dann müssen Sie beim zuständigen Rentenversicherungsträger einen Antrag stellen.

Die Rentenhöhe in der gesetzlichen Rentenversicherung wird jeweils zum 01.07. jeden Jahres angepasst. Wann und in welchen Höhen entscheiden der Bundesrat und die Bundesregierung. Ihre eigene Rente wird danach automatisch angepasst, ohne dass Sie etwas tun müssen.

Wenn Sie das Regel-Rentenalter erreicht, aber noch keine Rente beantragt haben, erhöhen Sie Ihren Rentenanspruch automatisch auch ohne weitere Beitragszahlung. Als Ausgleich gibt es zur späteren Altersrente einen Zuschlag von 0,5 Prozent für jeden Kalendermonat, den Sie die Rente nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht in Anspruch nehmen. Das sind nach einem Jahr sechs Prozent.

Auch wenn Sie ab dem Regel-Rentenalter weiterarbeiten, erhöhen Sie Ihre spätere Vollrente, da Sie weiterhin Beiträge zahlen. Dazu gibt es Zuschläge. Diese werden ab dem 01.07.2017 jeweils zum 01.07. jeden Jahres ermittelt.

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Team
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Voraussetzungen

Voraussetzungen sind:

  • Sie haben das Regel-Rentenalter erreicht.
    Es wird zwischen 2012 und 2029 schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben.
  • Sie haben fünf Jahre Beiträge gezahlt.
  • Ihr Rentenversicherungskonto ist geklärt.
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Verfahrensablauf

Ab der Vollendung Ihres 55. Lebensjahres erhalten Sie automatisch alle drei Jahre eine Rentenauskunft. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Rentenkonto (das ist die Aufstellung über alle bei der Rentenversicherung gespeicherten Daten über die Zeiten aller Beschäftigungen und Einzahlungen – auch Versicherungsverlauf genannt) lückenlos ist.
 

Vordrucke für den Rentenantrag erhalten Sie online oder in den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort können Sie sich auch beim Ausfüllen helfen lassen. Das Bürgerbüro bietet die Vordrucke ebenfalls an und ist Ihnen beim Ausfüllen behilflich. Wenn Sie Ihren Rentenantrag formlos stellen, müssen Sie mit einer längeren Bearbeitungsdauer rechnen. Vergessen Sie auch in dem Fall nicht, Ihre Versicherungsnummer anzugeben.

Den ausgefüllten Antrag können Sie an den zuständigen Rentenversicherungsträger senden, oder beim Bürgerbüro abgeben.

Mit dem Eingang des Antrags beim Rentenversicherungsträger beginnt das sogenannte Rentenverfahren. Der Antrag sollte nach Möglichkeit drei Monate vor beabsichtigtem Renteneintritt beim Rentenversicherungsträger eingehen, damit die Rentenzahlung pünktlich beginnen kann.

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Erforderliche Unterlagen

In der Regel sollte das Rentenkonto bereits vor der Antragstellung geklärt sein.

Ist das nicht der Fall, können Sie die fehlenden Unterlagen

  • beim Rentenversicherungsträger im Original vorlegen,
  • beim Bürgerbüro im Original vorlegen oder
  • beglaubigte Kopien der Unterlagen dem schriftlichen Antrag beifügen.

Beispiele für solche Unterlagen sind:

  • Nachweise über entrichtete Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (Aufrechnungsbescheinigungen)
  • Geburtsurkunde der Kinder (auch bei Vätern)
  • Eheurkunden bei Namensänderung
  • Nachweise über Ausbildungszeiten (Schule, Ausbildung, Studium)
  • Nachweise über Arbeitslosigkeit
  • Nachweise über Krankheitszeiten
  • Nachweise über Erwerbstätigkeit im Ausland

Hinweis: Wenn Sie genaue Daten oder Nachweise nur schwer ermitteln können oder Sie unsicher sind, ob die Ihnen vorliegenden Unterlagen ausreichen, nehmen Sie die Beratungsangebote Ihres Rentenversicherungsträgers in Anspruch.

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Frist/Dauer

Stellen Sie den Antrag spätestens drei Monate vor Erreichen des Rentenalters. Dann erhalten Sie Ihre Rente in der Regel im Anschluss an Ihre Beschäftigung.

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Kosten/Leistung

keine

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Sonstiges

Auch nach dem Renteneintritt müssen Sie die zuständige Stelle über jede Adress oder Namensänderung informieren.

Der Monatsbetrag der Rente wird nach einem festgelegten Verfahren errechnet aus

  • den im Laufe Ihres Erwerbslebens gezahlten Beiträgen und
  • gegebenenfalls weiteren relevanten Versicherungszeiten (z. B. Kindererziehungszeiten). 
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Rechtsgrundlage
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