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Bürgermeister Blog


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein schwieriges Jahr geht zu Ende. Die Freiheit des Sommers mit den geringen Infektionszahlen erwies sich in Deutschland als falscher Schein. Weil die Impfquote viel zu gering blieb, hat Corona unser Land jetzt noch einmal voll erwischt.

Erst jetzt läuft das große Impfen wieder an, aber die Überlastung in den Kliniken, die Einschränkungen im Alltag, die negativen Folgen für Handel und Wirtschaft, sie sind längst da. Mitten in diesen Herausforderungen stehen wir, statt uns auf fröhlich-besinnliche Weihnachten freuen zu können. Ich sehe auch keine Perspektive, dass es vor März/April besser werden wird. Die Impfwilligen sind bis dahin bestimmt geboostert, ein paar Zögerliche haben ihre Angst vor dem Impfen überwunden, aber in der scheinbar immer radikaleren Minderheit der Impfgegner setzt jeder/jede sein/ihr Ego vor die Verantwortung für die Menschen um sich herum. Und wir alle müssen die Folgen dieses Egoismus tragen. Gerne hätte ich schönere Aussichten formuliert am Ende des Jahres 2021. Denn natürlich gibt es aus unserer Gemeinde auch positive Nachrichten im Jubiläumsjahr 50 Jahre Bad Schönborn. Das größte Geschenk, das wir als Ortsgemeinschaft uns zum Geburtstag selbst gemacht haben, ist die erfolgreiche Umgestaltung und Aufwertung des Kurparks. Der Sole-Aktiv-Park als Treffpunkt von Jung und Alt, als Ort der Bewegung und der Anregung, als Areal der Farben und des Wassers ist ein wunderbarer Erfolg. In Langenbrücken ist die neue Mitte fertig geworden, 2022 soll es dann endlich in der Huttenstraße mit der Aufwertung losgehen. Losgehen 2022 soll es auch mit dem dringend erwarteten Anbau für die Michal-Ende Schule. Das Baurecht für die 9 neuen Klassenzimmer ist endlich da. Hoffen wir, dass sich bei der schwierigen Baukonjunktur jetzt auch die Fachfirmen finden, die den Anbau hochziehen.

Sie werden als aufmerksame Leserinnen und Leser wissen, dass mir immer auch die langfristig gute Ortsentwicklung ein Anliegen ist. Letzte Woche habe ich hier ein Plädoyer für weiteren Wohnungsbau gehalten. Es geht dabei zum einen immer um Wirtschaftsförderung, um den Standort Bad Schönborn. Im Dialog mit unseren Kliniken und Betrieben steht immer die Bitte und Forderung im Raum: Gemeinde, schaff doch bitte mehr Wohnraum, damit wir ausreichend Mitarbeiter finden. Den anderen Aspekt der lebendigen Ortsgemeinschaft möchte ich mit zwei Zahlen untermauern. Heute sind ca. 20 % (2.480) der Menschen in Bad Schönborn über 65 und damit nicht mehr erwerbstätig. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen – also innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre, dann steigt der Anteil der Rentnerinnen und Rentner um ca. 2000 auf etwa 4400. Das entspricht dann einem Anteil von 30%. Es ist schön, wenn wir in unserer Gesundheitsgemeinde gemeinsam alt werden. Für ein vielfältiges Ortsleben brauchen wir aber den kontinuierlichen Zuzug junger Familien! Ich bin gespannt, was wir für dieses Ziel gemeinsam im Gemeinderat im neuen Jahr auf den Weg bringen können.

Jetzt aber gilt es erst einmal das Fest der Familie fröhlich zu feiern. Bei Kerzenschein und Weihnachtsgebäck beisammen zu kommen und mit Freude auf alles Erreichte in dem schwierigen Jahr 2021 zu schauen.

Ich wünsche Ihnen alle besinnliche Weihnachtstage, einen ruhigen Jahresausklang ohne Böller und gute Gesundheit, Optimismus und Fröhlichkeit für das ganze Jahr 2022.

Herzliche Grüße

Ihr
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister

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Redakteur / Urheber
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Klaus Detlev Huge