Gemeindenachricht

Bürgermeister Blog


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Anfang Mai jährt sich mein Dienstantritt als Ihr Bürgermeister zum zehnten Mal. Ein guter Anlass mal wieder zurückzublicken, was in dieser Zeit entstanden ist.

2011 hatte ich mehrfach von der Aufgabe gesprochen, Gemeindepolitik im Gleichgewicht zu halten zwischen der Gestaltung eines guten Zusammenlebens im Ort, zwischen Impulsen für die „gebaute Stadt“ -  den öffentlichen Raum - und der Aufgabe, die Verwaltung als Ihren Dienstleister stetig weiterzuentwickeln. Ich freue mich, dass in vielen Bereichen gute Impulse gesetzt werden konnten.

Familienfreundlichkeit hat eine hohe Dynamik bekommen, ob es sanierte Spielplätze, die erweiterte Bücherei, Schulsozialarbeit oder verbesserte Kinderbetreuung sind. Der Dialog mit der älteren Generation wie die Jugendbeteiligung haben neue Formen gefunden. Die Vereinsförderung wie die Unterstützung für die freiwillige Feuerwehr sind weiterentwickelt, um das Ehrenamt zu stärken und Engagement zu stützen.

Der Fortschritt in der gebauten Stadt zeigt sich natürlich zu allererst in den zwei Großprojekten: Kurpark Mingolsheim und Ortskernsanierung Langenbrücken, mit den wir unsere Stärken als Tourismusgemeinde herausstellen und die Lebensqualität steigern. Mich freut es, dass auch die vielen neuen Zebrastreifen, die Fußgängerampeln, Radstreifen und mehr Tempo 30-Zonen einen Beitrag zur Sicherheit, zum Lärmschutz und für alltäglich mehr Lebensqualität leisten.

Für den Jahrzehnte alten Streitpunkt der Ortspolitik – die Umgehungsstraße – habe ich eine Trassenführung vorgelegt, die endlich allseits Zustimmung fand. Was fehlt, ist ein Bauherr. Ich hoffe der Gemeinderat löst hier bald neue Impulse aus.

Gebaute Stadt mit großer struktureller Bedeutung ist die erfolgreiche Entwicklung des Gewerbegebietes Im Sand. In dieser Woche konnte der Verkauf der ersten Grundstücke notariell beglaubigt werden. Dieser Schritt, um unsere heimischen Betrieben Entwicklungschancen zu bieten, muss langfristig einen Beitrag leisten, unsere zu geringen Gewerbesteuereinnahmen in die Nähe des Durchschnittniveaus ähnlich größer Gemeinden zu bringen. Eine offensive Gewerbeflächenpolitik zählt für mich zu den wichtigen Aufgaben auch der nächsten Jahre. Die Potentiale unseres Standorts so nahe an der Autobahn und zwischen den Zentren Karlsruhe und Mannheim/Heidelberg nutzen wir noch zu wenig.

Die Verwaltung als Ihr Dienstleister war bis zur Coronakrise finanziell auf einem sehr soliden Weg, die Verschuldung sank, die Rücklagen stiegen, trotz der Großprojekten, die wir anpacken konnten. Die erforderliche Stützung des Thermariums hat letztes Jahr die Rücklagen angegriffen. Wir müssen den Weg der Investitionen mit Augenmaß neu starten, Synergien nutzen und das Wünschbare klar vom Machbaren unterscheiden. Kanal- und Wasserleitungen warten auf Sanierungen, eine neue Kita muss sein und der Anbau der Michal-Ende-Schule.

Die nächsten Jahre werden bestimmt sein von großen Anstrengungen im Klimaschutz, der nur erfolgreich ist, wenn alle dabei mitziehen, den CO²-Ausstoß zu mindern. Die nächsten Jahre werden davon bestimmt sein, wie die Digitalisierung hier vor Ort so gelenkt werden kann, dass sie die Lebensverhältnisse verbessert. Und innerhalb der Verwaltung gilt es, den Generationenwechsel auf allen Ebenen erfolgreich zu gestalten.

Ich freue mich auf Ihre Impulse in all den anstehenden Veränderungsprozessen und danke herzlich für das Engagement so Vieler in unserem schönen Ort für ein gutes Zusammenleben.

Herzlichen Grüße aus dem Rathaus

Ihr
Bürgermeister
Klaus Detlev Huge

PS: Am 16.5. ist Impftag in der Schönbornhalle für die Generation 70+!

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Redakteur / Urheber
Bürgermeister
Klaus Detlev Huge