Gemeindenachricht

Bürgermeister Blog


Liebe Bad Schönbornerinnen,
liebe Bad Schönborner,
 
es tut gut zu merken, dass Bad Schönborn nicht nur für Sie eine gute Lebensqualität bietet, sondern auch bei anderen Behörden, bei externen Partnern und im Land einen recht guten Ruf genießt.

Ein Beleg dafür sind die Landesfördermittel für unser Projekt „Altern im Quartier“. Erst die Anfrage vom Landkreis, sich dafür gemeinsam zu bewerben, dann der erfreuliche Zuschlag für unsere gemeinsame Projektidee: Unser Ziel ist es, die Fördermittel zu nutzen, um Vereinzelung und Vereinsamung von älteren Menschen entgegenzuwirken: Durch Stärkung von Nachbarschaften, durch Information über die reichhaltigen Angebote für Ältere, die es schon gibt: Und – das ist mir das wichtigste - durch die direkte Ansprache. Neudeutsch heißt das „Quartierslotse“, früher war es die „Gemeindeschwester“.
Dieses Projekt bauen wir jetzt gerade auf. Alle Älteren werden durch eine Befragung direkt einbezogen. Bitte bringen Sie sich mit Ihren Ideen und Wünschen, aber auch mit Problemen und Sorgen ein, wenn dieser Fragebogen zu Ihnen kommt.

Ein zweiter Beleg für unsere gute Position in großen Netzwerken ist die Förderzusage der Audi-Umweltstiftung für unser Streuobstwiesenprojekt:
Auf der einen Seite haben die Streuobstwiesen auf unserer Gemarkung nicht nur eine lange Tradition sondern ökologisch auch eine sehr hohe Bedeutung. Auf der anderen Seite sind sie für das reizvolle Landschaftsbild – für die Lebensqualität – prägend. Aber man muss sich Sorgen um die Zukunft der Streuobstwiesen machen: ungepflegte Grundstücke, Unkenntnis über die Baumpflege, fehlende Nachpflanzungen: Trotz aller hervorragenden Arbeit des AHNU und vieler anderer:
Ich möchte noch mehr Möglichkeiten nutzen, um Streuobstwiesen nachhaltig zu sichern: Und da kommt ein gemeinsames Projekt mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und dem Landschaftserhaltungsverband im Landkreis genau richtig: Hightec-Drohnen befliegen und vermessen die Streuobstwiesen und zugleich werden Kinder und Jugendliche angesprochen in die Bewertung und Bewirtschaftung der Obstbäume einzusteigen: Innovation und Kooperation zu Gunsten unserer Landschaft und der Artenvielfalt. Danke an alle, die zum Gelingen dieses Projektes schon beigetragen und es weiter begleiten.
Ganz anders ist unsere Position als kreisangehörige Gemeinde bei dem Ärgernis „Abfuhr Glascontainer“. Hier sind die Zuständigkeiten und auch die Durchführung privatisiert. Große Konzerne haben auf dem „Müll als Rohstoff-Markt“ das Sagen. Und wenn ein Großbetrieb seinem Subunternehmer, der in der Region die Glasflaschenentsorgung erledigt, kein Geld mehr zahlt, muss der die Leistung einstellen.

Ich habe den Bauhof angewiesen, die Glascontainerstandorte aufzuräumen. Wir lagern die Flaschen zwischen und hoffen, dass der zuständige Entsorger bald seinen Betrieb wieder aufnimmt. Einfluss haben weder wir noch das Landratsamt.
Meine herzliche Bitte an Sie alle: Bitte behalten Sie Ihren Glasmüll im Haus, bis die Firma die Glascontainer im Landkreis wieder leert!
 
Danke für Ihr Verständnis
 
 
Ihr
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister