Gemeindenachricht

Aus Benefizgründen nach Brüssel


Bad Schönborn (ris). Wohlbehalten sind die drei SEW-Benefizradler von ihrer 19. Tour nach Hause gekehrt. Die 660 Kilometer lange Tour führte sie in sechs Tagesetappen nach Brüssel. Dabei sammelten sie Spenden für krebskranke Kinder in der Region.
Vor knapp zwei Wochen waren sie in Mingolsheim unter großer Anteilnahme ihrer Fans gestartet. Prominente Begleitung erfuhren sie durch Bürgermeister Klaus Detlev Huge, der bis Heidelberg mitradelte. Am ersten Abend übernachteten sie im 125 Kilometer entfernten Mainz und brachen am zweiten Tag in Richtung Bonn auf. Locker bewältigten sie die 160 Kilometer und gönnten sich sogar noch ein Mittagsessen am deutschen Eck in Koblenz. Am dritten Tag fuhren Matthias Beyer (aus Münzesheim), Christian Richling (aus Oberhausen) und Rainer Haßfeld (aus Mingolsheim) nach Mönchengladbach und besuchten unterwegs das SEW Drive Technology Center West in Langenfeld. Leiter Ulrich Hopp ließ die drei Radler ein Tesla Probe fahren und überreichte ein Scheck in Höhe von 333,33 Euro von den dortigen SEW-Kollegen.
Die folgende Etappe mit 136 Kilometer brachte die Radler am Borussen-Park vorbei bis nach Mol in Belgien. Am nächsten Tag fuhren sie weiter bis nach Antwerpen. Dort schauten sie sich die Diamantenhauptstadt an ehe sie am letzten Tag ihr Ziel Brüssel erreichten. Nach einem Fotostop beim Atomium ging es weiter zum Europaparlament.
Kaum angekommen lief ihnen Achim Schüttler von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union über den Weg. „Der ebenfalls aus Münzesheim stammende Mann hat uns aus der Presse erkannt“, erzählte Matthias Beyer.
Beim offiziellen Empfang durch den parlamentarischen Assistenten Felix Reifenberg, einem Mitarbeiter des EU-Abgeordneten Daniel Caspary, durften die drei das europäische Parlament besichtigen. „Nach einer sehr gründlichen Sicherheitsuntersuchung bekamen wir eine Führung durch die verschiedenen Säle“, berichtete Christian Richling. „Aus Sicherheitsgründen durften wir unsere Taschen mit dem gesamten Gepäck nicht abstellen und mussten diese die ganze Zeit bei uns tragen.“
Da der nächste Tag der belgische Nationalfeiertag war, kamen sie in den Genuss einer Militärparade samt Flugstaffel ehe sie am Samstag per Zug wieder in die badische Heimat zurückfuhren.
„Es war eine sehr schöne Tour“, so Rainer Haßfeld, der verriet, dass die Planungen für die nächstjährige Jubiläumstour schon angelaufen sind. „Aber erst möchten wir mit dieser Tour noch die 150 000 Euro Spendenmarke knacken.“ Dafür sammeln die Radler auch weiterhin Spenden für den Förderverein zur Unterstützung der onkologischen Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe (FUOKK). In diesem Jahr unterstützen sie das Projekt „Telemedizinische Kooperation mit der Uniklinik Freiburg“, die den Austausch der Spezialisten bei der Behandlung einzelner krebskranker Kinder in der Region erleichtern soll.
Spenden können an den FUOKK e.V. Karlsruhe unter dem Stichwort „SEW-Benefizradtour 2017“ überwiesen werden, IBAN DE18 6605 0101 0109 0282 33 und BIC KARSDE66XXX.