Gemeindenachricht

„Bad Schönborn ist ein Leuchtturm im Land“


Natürlich könne er nicht alle Förderbescheide selbst überreichen, aber er nutze gerne die Gelegenheit, sich selbst ein Bild, einen persönlichen Eindruck von der einen oder anderen Gemeinde zu machen, so Guido Wolf, Minister der Justiz, für Europa und Tourismus.
 
Er war direkt im Anschluss an die Übergabe der Unterstützungszusage für die Kraichgau-Stromberg Tourismusgemeinschaft im Landratsamt Karlsruhe nach Bad Schönborn gekommen, um hier die schriftliche Botschaft der finanziellen Förderung in Höhe von 474.218 Euro bis 2019 für den zweiten Bauabschnitt des Sole-Aktiv-Parks durch das Land zu überbringen. Bürgermeister Huge habe ja auch beschrieben, „warum es höchste Zeit sei, dass er nach Bad Schönborn komme“, nahm Wolf scherzend Bezug auf die Grußworte des Ortsoberhauptes der Bädergemeinde.
 
Darin hatte Huge erläutert, dass Bad Schönborn „die Vorzeigekommune für Ihr ganzes Ministerium“ sei: Als „Europagemeinde mit sehr lebendigen Partnerschaften nach Frankreich und Ungarn“, als Kommune, in der das Justizministerium durch die JVA-Außenstelle Schloss Kislau „zu den großen Arbeitgebern“ gehöre und schließlich als Gesundheitsgemeinde mit 250-jähriger Geschichte.
 
Er sei überzeugt, „nur private und öffentliche Investitionen gemeinsam bieten die Chance für eine nachhaltig positive Entwicklung des Standorts“. Im Kurpark „investieren Land und Gemeinde in die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen“. Der Sole-Aktiv-Park „fördert die Beweglichkeit, schärft die Sinne, regt die Bewegung an und er schafft soziale Begegnung in natürlicher Umgebung“.
 
Minister Wolf hob die Bedeutung der Region an der „Erfolgsgeschichte im Tourismus“ hervor, einem Bereich, der im Land mehr Beschäftigte habe als der Fahrzeugbau. Bad Schönborn sei einer der Leuchttürme im Bäderland Baden-Württemberg. Mit einem Gesamtzuschuss von fast einer Million Euro für die Kurparkgestaltung – die Investitionssumme liegt bei rund 2,3 Millionen Euro - sei „das Land hier mit von der Partie“.
 
„Viele schöne Ideen“ steckten in der „thematischen Ausrichtung Entspannung, Ruhe und Meditation“ des zweiten Bauabschnitts und es werde „viel Leidenschaft und persönliches Engagement eingebracht“, lobte Guido Wolf.
 
Nach der Übergabe des Förderbescheids und dem Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde zeigte die Begehung des Bereichs vom Haus des Gastes bis zum Thermarium die Fortschritte im ersten Bauabschnitt, der im Mai fertiggestellt sein soll. Klaus Heinzmann, Leiter der Tourist Information, führte die Gäste vorbei am Barfußpfad, dem Balance-Parcours und dem Kommunikationsbereich für Veranstaltungen und erläuterte die weiteren Maßnahmen. Abschließend informierte Markus Hoppe, Geschäftsführer des Thermariums, bei einem Rundgang durchs Haus über die Historie und die Entwicklung des Wellness- und Gesundheitsparks.

(mit freundlicher Genemigung der BNN / Petra Steinmann-Plücker)