Gemeindenachricht

Kolumne des Bürgermeisters


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

was lange währt, wird doch noch gut: Das Landratsamt hat die Ausschilderung „Tempo 30 nachts“ für Mingolsheim und für die längere „Tempo 30“ Strecke in Langenbrücken angebracht. Ein Schritt, um für die ca. 1000 lärmgeplagten Anwohner an der B 3 etwas mehr Lebensqualität zu schaffen und für Fußgänger und Radfahrer die Sicherheit zu erhöhen.
Gerade produziert werden die Schilder für die Sperrung der B 3 zwischen Langenbrücken und Ubstadt für den LKW Durchgangsverkehr. Schade, dass so etwas nicht auch in Mingolsheim möglich ist, weil seit über 40 Jahren auf die Umgehungsstraße gewartet wird, von der keiner weiß, wann sie denn noch kommt. Ich habe deshalb im Gemeinderat vorgeschlagen, dass wir uns jetzt schon planerisch mit einer Umgestaltung der B 3 in Mingolsheim befassen. Wer einen Blick für die oft überbreiten Fahrbahnen und die nur kümmerlichen Fußwege hat, kann das Potential erkennen, wie die Straße verträglicher und attraktiver für die Anwohner, die Geschäfte die Nutzer gestaltet werden könnte. Dafür, erste Planskizzen zu erarbeiten und ein Sanierungsgebiet Mingolsheim IV vorzubereiten, gab es noch keine Mehrheit im Gemeinderat: Aber ich bin sicher, dass es der richtige Weg wäre, wenn wir die Dinge beeinflussen, die wir gestalten können: Ob und wann der Kreis die Umgehungstraße baut – da hat die Gemeinde seit 40 Jahren wenig Einfluss. Wenn die Umgehung eines Tages kommt, muss die B 3 umgestaltet werden, damit sie nicht die Abkürzung für den Verkehr von Osten bleibt - und wenn sie nicht kommt, hätten wir zumindest das an mehr Lebensqualität in der Ortsdurchfahrt geschaffen, was machbar ist. Auch die Umgestaltung, wie sie mir vorschwebt, ist nicht sofort zu schaffen – aber wenn wir jetzt in die Vorbereitungen einsteigen, wäre es mein Bestreben,  in fünf bis sechs Jahren mit dem Umbau zu beginnen. Ich finden, das sind wir den Anliegern dort schuldig.
Aber ich will nicht nur in die Zukunft schauen. Drei schöne Termine konnte ich wahrnehmen: Meiner Einladung zum 2. Gesprächskreis „Ü 60“ in Langenbrücken sind ca. 40 Mitbürger gefolgt: Wir konnten informieren, wie es mit der Ortskernsanierung Langenbrücken weiter geht und wir haben unsere Untersuchung der Sitzbänke im Ort präsentiert. Gemeinsam wurde erörtert, wo wir mit Sitzbänken nachrüsten sollten. Vielen Dank für die rege Diskussion. Bis das Ortsblatt erscheint, hat auch das Mingolsheimer Ortsteilgespräch „Ü 60“ stattgefunden – danke heute schon mal an die Teilnehmer!
Zweiter schöner Termin war in Bruchsal: In der Käthe-Kollwitz-Schule wurde ein Projekt in feste Strukturen gepackt, das von Rektor Gerhard Bender gemeinsam mit Frau Langer vom Kraichgauheim angestoßen wurde: Für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen im nördlichen Landkreis wurde das Berufsbild der „Alltagsbegleiter“ entwickelt, mit dem sie in Alten- und Pflegeheimen der Region eine neue Ausbildung erhalten können. Toll, wenn es gelingt auch für Schülerinnen und Schüler mit Lernhemmnissen in der Berufswelt eine so sinnvolle Beschäftigungsperspektive zu schaffen.
Auch der dritte gute Termin hat mit der Initiative von Gerhard Bender zu tun: Er hat sich ja schon um das gelungene Waldparkring-Festival 2013 verdient gemacht. Jetzt gab es den Startschuss für „Wigwam“: Gemeinsam mit Erdgas Südwest wird im und um das alte Wachhaus des Militärareals ein „grünes Klassenzimmer“ entstehen, wo Kindergärten, Schulklassen und Gruppen Angebote zu Ökologie und Nachhaltigkeit buchen können. Dieses ehem. Wachhaus zwischen unseren wertvollen Eichenwäldern und den seltenen Trockenwiesenbiotopen bietet für diese Aufgabenstellung beste Voraussetzungen.
Herzlich einladen möchte ich zu zwei Ereignissen: Das SWR 4 Blechduell am Samstag bringt sicherlich tolle Musik und beste Stimmung in die Schönbornallee: Und unsere Jungs und Mädels von Vollbrass haben Ihre Unterstützung in diesem Wettkampf verdient!
Und außerdem läuft derzeit der große Gesundheits- und Bewegungs-Langzeitcheck des KIT. Diese weltweit in der Wissenschaft beachtete Langzeitstudie hat in diesem Jahr noch nicht ganz die Resonanz bei den über 1000 eingeladenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gefunden: Meine herzliche Bitte: Wer eine Einladung hat und noch zögert, möge sich einen Ruck geben und in der Schönbornhalle vorbeischauen – und wer jemanden kennt, der eine Einladung hat, aber noch nicht gegangen ist – der möge diesem Menschen einen Anschubs geben, damit dieses von „unseren Langenbrücker“ Professoren Bös und Woll betreute Projekt ein Erfolg bleibt.
 
Schöne Tage mit guter Gesundheit und ausreichend Bewegung wünscht
Ihr
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister