Gemeindenachricht

Kolumne des Bürgermeisters


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bevor gleich der Gemeinderat tagt, finde ich die Ruhe, mein Vorwort zu verfassen. Der Bauantrag vom Landkreis für die Asylbewerberunterkunft steht ebenso auf der Agenda, wie die Untersuchung zum Breitband-( Glasfaser)ausbau. Beides Themen, die zentrale Zukunftsfragen betreffen: Wie stellen wir uns als Gemeinde der Not von Flüchtlingen auf der sozialen Seite und wie richten wir uns für die wachsenden Anforderungen der „digitalen Welt“ aus auf der ökonomischen Seite. Ich bin froh, dass beide Themen in der Politik und im Ort sehr einvernehmlich positiv behandelt wurden.
Aus meiner Arbeitswoche gibt es kleine und größere positive Dinge zu berichten: Auf meinen kurzen Aufruf für ein „Bürgerbusprojekt“ gab es schon den Ersten, der sich als Fahrer einbringen will – weiter so!
Am Rathaus ist der Defibrillator, den wir als Spende der Sparkasse Kraichgau erhalten hatten, jetzt öffentlich zugänglich – beim Briefkasten, gleich hinter dem öffentlichen Bücherregal (das in beiden Ortsteilen gut angenommen wurde).
Als Fürsprecher für unseren stärksten Wirtschaftszweig – den Gesundheitstourismus, bin ich jetzt auf Landesebene beim Gemeindetag im Tourismusausschuss mit dabei. Dort und beim Bäderverband erfährt man dann, dass wohl Ende des Monats mit einer Entscheidung des Landes über die Förderung der Kurparkaufwertung zu rechnen sei. Wir gehen jedenfalls guten Mutes in die nächste Planungsphase: Auch wenn in meiner gut besuchten Sprechstunde Bedenken zur Zukunft der Tiere im künstlichen Kurteich geäußert wurden: Eine Sanierung des Teiches ist viel zu teuer, deshalb wird er entfallen, aber mit der sehr großzügigen Aufweitung des Bachufers entstehen neue naturnahe Lebensräume für die Tiere und eine noch bessere Erlebbarkeit der Natur für Kinder und Ältere.
Schönere Naturerlebnisse im Ort gibt es auch, weil ganz viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der Ortsputzete aufgeräumt haben, was andere gedankenlos, mutwillig und rücksichtslos in die Landschaft geworfen haben: Vielen Dank allen, die zugepackt haben für Bad Schönborn!
Die vorletzte gute Meldung schicke ich an die Familien besonders im Neubaugebiet Schlossweg: Der Auftrag für die Geräte für den Spielplatz ist erteilt, im Mai kann er endlich in Betrieb gehen! Und die letzte Meldung ist ein Dankeschön für eine freundliche Einladung von Franz Keller, der mir eine gut versteckte historische, in Stein gefasste Quelle im Wald gezeigt und viele Hintergrundinfos zur Ortsgeschichte gegeben hat (und: Ja – auch die Supermärkte zahlen hier Gewerbesteuer).
Die schlechte Nachricht am Schluss bezieht sich auf die schon über 40 Jahre währende Planungsgeschichte für die Kreisstraße K 3575 – „unsere Umgehungsstraße“: Der Landrat berichtet dieser Tage im AUT vom Kreistag, dass alles noch einmal länger dauert und mehr Planungsgeld benötigt wird. Wegen neuer Vorschriften im Umweltrecht sind neue Gutachten erforderlich, weil dadurch andere Gutachten weiter veralten, müssen auch diese wohl erneuert werden. Bis zum Winter will der Landrat die Details dazu ermitteln und den Kreistag um Bereitstellung der Finanzmittel bitten.
Angesichts dieser neuerlichen Verzögerungen bin ich noch mehr froh, dass ich wenigsten einige kleine Schritte anschieben konnte, um für die geplagten Anlieger ein wenig Entlastung zu bringen.  
Mit herzlichen Grüßen aus dem Rathaus auch an die, die auswärts wohnen und über dieses Vorwort eine Verbindung nach Bad Schönborn halten
Ihr
 
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister