Bürgermeister Blog

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Liebe Leserinnen und Leser,
 
nach einer intensiven Woche war es für mich wieder ein großes Vergnügen das Jahreskonzert des MGV Eintracht zu erleben. Die vielen Besucherinnen und Besucher verließen nach einem Querschnitt aus den Programmen von 10 Jahren Frauenchor und nach neuen und alten Stücken von 150 Jahren MGV Langenbrücken ganz beschwingt die Schönbornhalle. Neben dem Gesang konnte der „Tropf-Chor“ auch mit der Inszenierung begeistern: Tanzeinlagen und der Besuch von James Bond zeigten die ganze Kreativität des gar nicht alten MGV. 

Der Rest der Arbeitswoche war nicht ganz so beschwingt: Amtsleiterrunde, Aufsichtsrat der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal, Vorstellungsrunde für eine neue Kindergartenleiterin, der Vorstand der Emil-Philipp-Stiftung hat getagt, es gab ein Planungsgespräch wegen der Sanierungen im Klärwerk. Die Planungen für die Seniorenweihnacht oder die Personalversammlung der Gemeinde gehören in die große Themenvielfalt, die die bürgermeisterliche Arbeit so abwechslungsreich machen.

Im Ausschuss für Umwelt und Technik wurde das Verkehrsgutachten zu dem geplanten Großprojekt der Gemeinde Kronau, der Ansiedlung des Penny-Zentrallagers an der Autobahn (gegenüber der Shell-Tankstelle) vorgestellt. Für Montag, den 11.12. lade ich heute schon ein zu einer Bürgerinformation, damit Sie alle sich ein Bild von dem Vorhaben und seinen Auswirkungen machen können. Das Penny-Zentrallager wäre für Bad Schönborn sicherlich verträglicher, wenn es in den letzten 40 Jahren gelungen wäre, die Umgehungsstraße zu bauen. Leider gibt es vom Landkreis kein Signal, dass dieses Thema dort mit Nachdruck verfolgt würde. Ich habe deshalb den Gemeinderat in den letzten Jahren immer wieder gebeten, es möglich zu machen, dass wir Alternativen zur Landkreisplanung vorbereiten können. Vielleicht bewegt dieses Projekt aus Kronau ja etwas in diese Richtung… Denn die von mir wie versprochen durchgesetzten Verbesserungen an der B 3 – Tempo 30 oder Radstreifen, machen es dort ein wenig sicherer – Verkehrsentlastung bringen sie nicht.

Nachdenklich machte die Hauptversammlung des Partnerschaftsvereins Kiskunmajsa. Arpad Parzer hat von der Geschichte des Ungarn-Aufstandes 1956 und seiner blutigen Niederschlagung durch die Sowjets berichtet: Über 3000 Tote, 200.000 Flüchtlinge sind auch eine Mahnung an uns, dass wir Meinungsfreiheit und Demokratie in ihrem Wert schätzen und schützen. Und eine ähnliche Mahnung geht vom 11. November aus: Dem Ende des 1. Weltkrieges. Es ist gut, dass wir von unserer Partnergemeinde Niederbronn-les-Bains eingeladen sind, den Opfern dieses Krieges gemeinsam zu gedenken. – Was Präsident Macron und Bundespräsident Steinmeier am letzten Freitag am Hartmannsweilerkopf im großen Gedenken gemeinsam gestalteten, das machen wir auf lokaler Ebene schon seit vielen Jahren: Wir leben Europa und wir leben Völkerverständigung – im Wissen um die Greuel der Kriege in Europa und in aller Welt. Mit Bürgermeisterin Anne Guillier haben wir gemeinsam erste Ideen entwickelt, wie wir im November 2018, wenn sich das Ende des 1. Weltkrieges zum 100.Mal jährt, gemeinsam eine Brücke schlagen können von der Gedenkfeier in Niederbronn-les-Bains zum Volkstrauertag bei uns.

Und bei so vielen ernsten Themen können Sie vielleicht nachvollziehen, wie erfreulich dann Kulturveranstaltungen wie das Klassikkonzert im Sigelsaal zum Praxisjubiläum Dr. Seydler oder das Konzert des MGV Eintracht in meiner Arbeitswoche sind.
Beschwingende gemeinsame Kultur soll es auch geben bei der umgestalteten Weihnachtsfeier der Gemeinde für die Menschen „Ü 60“:  Ich lade Sie herzlich ein zum gemeinsamen Singen von Advents- und Weihnachtsliedern am 29.11. ab 15.00 Uhr in der Ohrenberghalle.
Genießen Sie im trüben November die Aussicht auf die Kerzen der Adventszeit und die Weihnachtsmärkte in Mingolsheim und Langenbrücken.
 
Ihr
 
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister