Neuigkeit aus dem Gemeinderat

Bürgermeister Blog


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ich habe jetzt einige Zeit nicht die Zeit für ein Vorwort gefunden. Die Termin- und Themendichte der letzten Wochen, die sich darin ausdrückt, hat jetzt bei mir leider auch körperliche Spuren hinterlassen und mir ein paar Tage im Kreiskrankenhaus Bruchsal eingebracht. Die Ansage aus dieser Erfahrung lautet wohl: Ich sollte etwas langsamer machen, mehr Pausenzeit und mehr Luftholen in den Arbeitsalltag einbauen.

Von daher bitte ich um Verständnis, wenn manche Anfrage nicht ganz schnell beantwortet wird oder wenn ich bei Veranstaltungen weniger präsent sein werde und Geburtstagsbesuche und ähnliches weiter reduziere. Die Verwaltung mit ihrer Themenvielfalt für Sie weiter gut im Laufen halten, den Gemeinderat mit schlüssigen Vorlagen versorgen und weiterhin zu schauen, dass Bad Schönborn sich für kommende Herausforderungen gut aufstellt, füllt meinen Tag gut aus.

Negative Überraschungen wie die Probleme am Vordach der Schönbornhalle, während wir die Sanierung des Hauptdaches vorbereiten, gehören zu der Themenvielfalt genauso wie gute Meldungen: Ein erfreulich hoher Landeszuschuss für die Erweiterung der Kläranlage und eine beachtliche Förderhöhe auch für den Bau der Radwegbrücke Adackerstraße.

Eine Entscheidung des Gemeinderates schon bei der Verabschiedung des Haushaltsplans für dieses Jahr, hat sich noch wenig rumgesprochen: Wir haben die Förderung der Jugendarbeit der Vereine auf ein ganz neues Niveau gehoben: Statt 15 € pro Mitglied unter 18 Jahre unterstützt die Gemeinde jetzt mit 25€.

Bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2024 musste ich den Gemeinderäten aber vermitteln, dass die finanziell guten Zeiten vorbei sind. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen. Unsere Rücklagen werden nach und nach aufgebraucht.

Deshalb ist mir das Stichwort von oben: Daran arbeiten, dass „Bad Schönborn sich für kommende Herausforderungen gut aufstellt“ so wichtig: Wir sind weiterhin sehr schwach bei der Gewerbesteuer: Die Entwicklung von „Langenbrücken West“ muss ein Beitrag sein, um diese strukturelle Schwäche abzubauen. Der Anteil der Einkommenssteuer, den Sie abführen und der uns als Gemeinde zukommt, ist der wichtigste Einnahmeposten im Haushalt: Deshalb müssen wir – das ist meine Folgerung - als Gemeinde attraktiv für junge Familien sein und bleiben. Junge Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, brauchen Wohnraum. Von daher war die Ortsentwicklung in Langenbrücken und Mingolsheim nach dem 2. Weltkrieg, die auf schrittweises Wachstum durch Baugebiete gesetzt hat, ein guter und richtiger Weg. Stillstand beim Wohnungsbau wäre in der Lagegunst, die uns auszeichnet, ein gravierender Fehler! Ein Fehler, der sich dann auch in einer sinkenden finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde ausdrücken würde.

Sie merken, dass mit dem „langsamer machen“ liegt mir nicht so. Die Themen drängen danach, bearbeitet zu werden. Aber damit ich das die nächsten vier Jahre für Sie noch fröhlich und gesund tun kann, werde ich selber lernen müssen, etwas achtsamer zu sein.

Achtsamkeit für sich, aber ebenso achtsam für die Menschen, die Ihnen wichtig sind, das wünsche ich auch Ihnen.

Herzliche Grüße aus dem Rathaus

Ihr
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister

^
Redakteur / Urheber
Bürgermeister
Klaus Detlev Huge