Gemeindenachricht

„Malen ist wie Musik und immer voller Energie“


Sie mag sich nicht festlegen. Und sie lässt sich nicht festlegen. Die 56 Bilder, die Ilse Beer für ihre erste Ausstellung ins Mingolsheimer Rathaus mitgebracht hat, sind „vielseitig und bunt“, genau wie der Titel der Ausstellung es verspricht. Abstraktes reiht sich neben Gegenständliches, Materialmix neben Aquarell, Acryl neben Kaffeesatz, Porträts neben Landschaften, Vögel neben Teddybärchen, Afrikaimpressionen neben Klatschmohn. Doch ein Detail haben alle Werke der Menzinger Künstlerin gemeinsam: in der linken unteren Ecke, gegenüber ihrer Signatur klebt ein kleiner Marienkäfer aus Holz. „Er soll einfach jedem Betrachter Glück bringen“, erklärt sie im Gespräch. Im Rahmen der Vernissage, die musikalisch von Laura Streckert und Izumi Shishino-Esau von der Musikschule Mehrklang begleitet wurde, stellte Bürgermeister Klaus Detlev Huge die 1948 in Kirrlach geborene und in Menzingen lebende Künstlerin vor, deren Werke die 104. Ausstellung in der „Rathausgalerie“, so Huge, bestreiten. Wenn man bedenke, dass sie erst 2011 mit Aquarell angefangen habe, „muss sie eine unglaublich fleißige Malerin sein“, stellte der Bürgermeister fest. Sie selbst berichtete, sie habe sich viele Jahre lang mit Holzschnitzerei beschäftigt bevor sie zur Malerei kam. Das Malen sei für sie „wie Musik. Mal laut, mal leise, aber immer voller Energie“. Sie male, was ihr „in den Kopf kommt“, wolle „alles ausprobieren“, beschäftigt sich autodidaktisch mit zahlreichen Techniken und sei dabei „oft überrascht, was daraus entstehen kann“. Die Bilderausstellung von Ilse Beer ist noch bis zum 26. März zu den Öffnungszeiten in der Galerie des Mingolsheimer Rathauses zu sehen. Mit freundlicher Genehmigung der BNN. Bad Schönborn (psp)