Bürgermeister Blog

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

so etwas haben wir alle – ob alt oder jung – noch nicht erlebt: Die rasend schnelle Verbreitung des neuartigen Coronavirus und die massiven Einschränkungen für das öffentliche Leben in fast allen Staaten der Welt und natürlich auch bei uns.

Das Ziel aller Maßnahmen bei uns ist, die Geschwindigkeit der Ansteckungen auszubremsen. Nur wenn die Geschwindigkeit – und damit die Zahl der Neuinfizierten – sinkt, vermeiden wir gemeinsam den Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Denn auch wenn für jüngere Menschen der Krankheitsverlauf meistens vergleichsweise unkritisch ist: Für Menschen mit Vorerkrankungen und für Ältere stellt der Infekt eine lebensbedrohliche Erkrankung dar – und die Zahl der Betten in den Kliniken ist ebenso begrenzt, wie die Anzahl des Fachpersonals, dass in der Betreuung tätig werden kann.
Deshalb mein dringender wie herzlicher Appell: Reduzieren Sie die Wahrscheinlichkeit sich selbst anzustecken und andere Anzustecken, durch gute Handhygiene und durch so wenig Kontakte zu anderen Menschen wie irgend möglich.

Die Schließung der Schulen und Kindergärten, der Kirchen, der Hallen und Spielplätze und Restaurants (derzeit noch: Ausnahmen falls Abstandsregeln eingehalten werden können), vom Thermarium und allen Fitnessstudios und vielem Mehr: Das ist keine Schikane, sondern die einzig denkbare Vorbeugung, damit Sie im Krankheitsfall noch gut betreut werden können!
Meine Verwaltung ist – Stand 17. März – noch in Betrieb: Aber bitte nur auf telefonische Voranmeldung. Der Krisenstab tagt täglich. Wir informieren sowohl auf der Gemeindehomepage wie an den Aushangkästen und den Rathausfenstern über den Stand. In toller Wochenendarbeit haben die zuständigen Kolleginnen die Notbetreuungen in den Kitas und Schulen organisiert, die am 17. März angelaufen sind.

Es ist nach bestem Wissen alles vorbereitet, damit die Grundfunktionen der Verwaltung und Notdienste (Wasser, Abwasser) auch in einer vielleicht noch kommenden Zeit der Ausgangssperren aufrechterhalten werden können.
Falls diese Phase, die Italien und Frankreich und Spanien schon erreicht haben, auch bei uns kommt, bitte ich alle, die Hilfe zum Beispiel beim Einkauf und anderen Diensten benötigen, sich jetzt schon telefonisch im Rathaus zu melden: 870100 – Frau Mächtel und Frau Rimpf nehmen Ihre Bedürfnisse auf. Zögern Sie nicht, Ihre Anliegen vorzubringen!!

Auf der Gemeinde-Homepage und direkt unter hilfe@bad-schoenborn.de können sich sowohl jene melden, die als Helfer unterwegs sein könnten, wie jene, die Hilfe brauchen.
Danke an alle, die sich dort schon angemeldet haben. Auch bei einer Ausgangssperre bleiben Lebensmittelgeschäfte für die wichtigen Warten geöffnet!
Hamsterkäufe sind völliger Unsinn und Ausdruck eines unglaublichen Egoismus! Die Krise bewältigen wir aber nicht mit Egoismus, sondern nur damit, die Einschränkungen aktiv zu unterstützen: Mehr Gemeinsinn in der Zeit von mehr Abstand ist die Antwort. 

Mehr „Wir alle zusammen als lebendige Ortsgemeinschaft“ braucht es, damit wir in ein paar Wochen gesund und fröhlich wieder zum normalen Alltag zurückkehren.

Danke an alle, die so denken und handeln
 
Ihr
Klaus Detlev Huge
Bürgermeister